Strategie-Framework: Wie du deine Marketing-Strategie für 2026 zukunftssicher machst

Ein Guide, wie du in 2026 eine Marketing-Strategie aufbaust, die dich trotz schwächelnder Wirtschaftslage auf Wachstumskurs bringt. Wir beleuchten, wie eine solche Strategie aussieht, was sie dir bringt und warum du ohne diese Strategie eine Menge Potenzial unberührt lässt.
Autor
Impression Marketing
Datum
03.01.2026

Einleitung: “A vision without a strategy remains an illusion.”

Wenn lokale B2B-Dienstleister über Marketing sprechen, meinen sie oft Maßnahmen. Website, Social Media, Anzeigen, Empfehlungen. Was fast immer fehlt, ist das verbindende Element dazwischen: eine Strategie.

Strategie ist wichtig, weil sie Entscheidungen, die in einem Moment der Ruhe und Klarheit getroffen wurden, auch in heiklen Situationen mit massivem Druck durchsetzt. Setzen wir uns eine Strategie, einen Plan, können wir diesen umsetzen und müssen nicht Tag für Tag an neuen Entscheidungen verzweifeln, die stark von unserer Laune abhängen.

Und besonders im Marketing erfüllen Strategien ihren Zweck. Einmal beschlossen, führt man einfach aus, im Vertrauen daran, dass die Strategie Ergebnisse erzielt. Dies bewahrt vor Kurzschlussentscheidungen und emotional getragenen Einbildungen.

Ein neues Jahr bringt Chancen und Veränderungen. Einige gehen an ihnen zugrunde, andere erfahren extremes Wachstum. Aber fest steht: Der Markt ändert sich.

Mit großer Sicherheit ist dein Markt davon nicht ausgeschlossen. Veränderte Erwartungen, Budgets, Unsicherheiten. Viele Unternehmen planen neu, prüfen ihre Dienstleister, überdenken Ausgaben. Gleichzeitig steigt der Wettbewerb um Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft von Moment zu Moment an. Besonders für lokale B2B-Dienstleister können diese Veränderungen eine Herausforderung sein. Denn gerade im lokalen Markt, wo Mittel begrenzt sind und persönlicher Ruf zählt, die Konkurrenz oft hoch und Anfragen extrem preisorientiert sind, kann man sich eine fehlende Marketing-Strategie nicht erlauben. Denn ohne diese schwimmt der Dienstleister blind mit der Masse mit und hat kaum Chancen, seinen Marktanteil zu vergrößern.

Mit diesem Beitrag wird deine Strategie zukunftssicher.

Dieser Beitrag soll dir helfen, dein Marketing für 2026 sauber auszurichten. Nicht durchs Jagen von Trends, einfachen Hacks oder Tools, sondern durch ein klares Strategie-Framework, das dir Orientierung gibt und Entscheidungen im kommenden Jahr abnimmt.

Am Ende sollst du drei Dinge im Bezug auf dein Marketing klar beantworten können:

  • Wo stehe ich in diesem Moment?
  • Wo möchte ich mein Unternehmen hinführen?
  • Wo stehe ich in diesem Moment?
  • Was muss ich tun, um dorthin zu kommen?
Diese Strategie funktioniert für Unternehmen, die bereits Marketing betreiben – genauso wie für solche, die gerade merken, dass „ein bisschen von allem“ nicht mehr reicht. Sie setzt kein perfektes Setup voraus, sondern Ehrlichkeit.

Strategie verstehen: Die Bestandteile einer belastbaren Marketingstrategie

Bevor wir über Maßnahmen sprechen, musst du verstehen, woraus eine funktionierende Strategie überhaupt besteht. Marketing scheitert selten an fehlender Kreativität. Es scheitert an fehlender Klarheit.

1. Reflexion des Vorjahres

Bevor du irgendetwas Neues planst, musst du zurückblicken. Werte deine vorherigen Entscheidungen aus, betrachte sie nüchtern und ordne sie ein. Hier sind einige Fragen, die dich unterstützen:

Was hast du konkret gemacht? Welche Kanäle, welche Formate, welche Investitionen?

Was davon hat messbar funktioniert, und was hast du nur weitergeführt, weil es sich „richtig“ angefühlt hat?

Viele Dienstleister scheuen sich vor dieser Analyse, weil sie unangenehm ist. Aber ohne sie baust du 2026 auf Vermutungen statt auf Erfahrung auf. Dein Vorteil ist, dass du die Erfahrung bereits gesammelt hast.

Und die wichtigste Frage: Welche Kunden haben dein Unternehmen getragen – und welche haben Zeit, Nerven oder Profit gefressen? Daran erkennst du, wie du dich 2026 positionieren solltest. Dazu aber später mehr.

Prinzip zum Merken: Es gibt keinen wertvolleren Vorteil als die Fehler, die du bereits gemacht hast.

2. Zieldefinition

„Mehr Sichtbarkeit“ ist kein Ziel. „Mehr Kunden“ auch nicht.

Ein strategisches Ziel ist konkret, priorisiert und überprüfbar. Willst du höhere Preise durchsetzen? Planbarer werden? Weniger, aber bessere Kunden? Oder eine stärkere Personenmarke im lokalen Markt aufbauen? Möchtest du mehr Zustrom auf deine Website bekommen

Solange du dein Ziel nicht klar benennen kannst, wird jede Maßnahme gleich wichtig - und damit verliert jede davon seine Wirkung.

Wähle drei Ziele aus und prüfe, ob sie mit deinen Erkenntnissen von 1) zusammenpassen. Kannst du mit diesen Zielen alte Fehler vermieden und funktionierende Systeme beibehalten?

Prinzip zum Merken: Solange ein Ziel nicht messbar und präzise ist, ist es kein Ziel.

3. Marktbeobachtung

Der Markt schläft nicht. Dein Wettbewerb auch nicht. Deshalb solltest

Was funktioniert aktuell gut bei anderen? Welche Inhalte, welche Auftritte, welche Versprechen erzeugen Aufmerksamkeit? Und vor allem: Warum funktionieren sie?

Arbeite heraus, wer in deinem Markt im Vergleich zu 2024 weniger relevant geworden ist und wer dominiert hat. Versuche dann jeweils nachzuvollziehen, was diese Entwicklung bewirkt hat. Damit hast du eine grobe Richtung, die du einschlagen kannst.

Wichtig: Hier geht es nicht darum zu kopieren, sondern Muster zu erkennen. Letztendlich geht es immer darum, das Bedürfnis seiner Kunden zu verstehen.

Tipp: Führe mehr Gespräche mit deinen Kunden. Höre

Prinzip zum Merken: Wer auf seinen Markt hört, der wird belohnt.

4. Fokussierung der Zielgruppe

Wenn du jeden ansprechen willst, erreichst du niemanden wirklich.

Welche Kunden willst du 2026 gezielt anziehen und welche bewusst nicht mehr? Wer zahlt gut, entscheidet klar und passt zu deiner Arbeitsweise? Und wer blockiert Wachstum, auch wenn er Umsatz bringt?

Wenn du neue Märkte ansprechen möchtest: Teste bis Ende Februar verschiedene Kundentypen und

Diese Entscheidung ist unbequem, aber notwendig. Ohne Fokus bleibt deine Kommunikation weich, austauschbar und preisgetrieben.

Prinzip zum Merken: Ablehnung ist ein Zeichen von Positionierung, nicht von Arroganz.

5. Positionierung ausarbeiten

Jetzt wird es greifbar. Deine Positionierung solltest du Jahr für Jahr verfeinern, um Veränderungen im Markt zu berücksichtigen. Nicht ändern, nicht völlig umschwenken, sondern präziser machen. Nutze das Wissen, das du in 3) und 4) ausgearbeitet hast und definiere für dich:

  • Warum sollte sich ein Kunde im lokalen Markt für dich entscheiden – und nicht für einen der fünf vergleichbaren Anbieter?
  • Was ist deine klare Argumentationslinie? Bedeutet: Welche Argumente möchtest du benutzen, um deine Kunden zu überzeugen?
  • Wo möchtest du deine Kunden hinbringen? Gibt es dieses Jahr neue Ziele, die ihren Blick auf deine Dienstleistung völlig ändern können?
  • Wer soll von deinem Unternehmen ausgeschlossen werden? Deine Antipositionierung ist häufig dein stärkster Filter.
  • Welches deiner Dienstleistungen wird dieses Jahr in den Fokus gestellt?

Hier scheitern viele, weil sie versuchen, sympathisch statt relevant zu sein. Positionierung bedeutet nicht, alles besser zu machen. Sie bedeutet, eine Sache klarer zu machen als andere und dafür alles andere sein zu lassen.

Prinzip zum Merken: Wer sich nicht klar positioniert, wird verglichen. Meist über den Preis. Und das ist ein "Race to the Bottom".

6. Angebot ausarbeiten

Ein gutes Angebot verbindet Fähigkeiten mit konkreten Ergebnissen. Anstatt zu sagen „Wir machen Marketing.“, kommuniziert man deutlich klarer mit einer Botschaft wie „Wir lösen dieses konkrete Problem für diese Zielgruppe. Mit diesem Ansatz.”

Dein Angebot muss eine echte Lücke im Markt schließen oder ein bestehendes Bedürfnis klarer adressieren als andere. Alles andere wird dich enttäuschen. Man hat herausgefunden: Je konsequenter ein Angebot in kommuniziert wird, desto einfacher wird es, die Nische zu übernehmen. Daraus folgt für dich, dass dein Wertversprechen das ist, was dein Marketing trägt. Verwende es so oft du kannst und erwähne es in jedem Kundengespräch.

So entsteht deine Marke. Durch Wiederholung und

Prinzip zum Merken: Menschen kaufen Ergebnisse, nicht Leistungen.

7. Maßnahmen- und Kanalwahl

Erst jetzt wählst du Kanäle und Maßnahmen. Einen Fehler, den viele B2B Dienstleister aus dem lokalen Markt begehen, ist nach Bauchgefühl zuerst motiviert mit Aktionen zu starten, anstatt alle Punkte von 1 bis 6 gründlich zu erarbeiten. Doch so können die Aktionen kaum ihre Wirkung entfalten. Wer nicht weiß, wem er was kommunizieren möchte, wird niemanden treffsicher erreichen.

Hier besteht keine Klarheit. Doch wenn für das Unternehmen keine Klarheit herrscht, kann sie niemals auf den Kunden übertragen werden. Das führt dann dazu, dass deine Position missverstanden wird - und deine Dienstleistung vermieden.

Wie du deine Maßnahmen sauber planst:

  1. Wo sind deine Kunde präsent? Dein ICP (Ideal Customer Profile) wird höchstwahrscheinlich auf einer Plattform besonders präsent sein. Ein Filter ist das Alter deiner Kunden. Ältere Personen sind eher auf Facebook oder über das Fernsehen zu erreichen, während junge Zielgruppen viel Zeit auf Plattformen wie Instagram und TikTok verbringen. Das ist kein Geheimnis, wird aber von vielen B2B-Dienstleistern ignoriert. Wähle eine Plattform.
  2. Wie musst du deine Kunden ansprechen, um sie zu erreichen?
  3. Welche Botschaft möchte ich aussenden?
  4. Wie kann ich Mehrwert teilen, der meine Expertise demonstriert?
  5. Wie kann ich eine Beziehung zu meinem Publikum herstellen?

Der entscheidende Teil dieses Frameworks ist die Routine. Ohne diese Routine sind die Ziele zu abstrakt um sie zu verfolgen. Was du brauchst, sind klare Anweisungen, die du Tag für Tag ausführst, ohne eine Entscheidung treffen zu müssen.

Wir gehen die Strategie an einem Beispiel durch:

1. Unternehmensart

Lokaler IT-Systemdienstleister (10 MA). Betreuung von KMU (20–200 MA) in der Region: IT-Support, Netzwerke, Microsoft 365, IT-Sicherheit. Entscheidungen werden vom Geschäftsführer oder IT-Verantwortlichen getroffen.

2. Spezifische Probleme
  • Anfragen kommen unregelmäßig und fast nur über Empfehlungen.
  • Hoher Preisdruck, da Leistungen schlecht erklärbar sind.
  • Website wird kaum gefunden und erzeugt kein Vertrauen.
  • Keine konstante Sichtbarkeit bei Entscheidern im lokalen Markt.
3. Ziele (2026)
  • 12 qualifizierte Erstgespräche pro Monat bis Q4.
  • +50 % organischer Website-Traffic bis Jahresende.
  • Wahrnehmung als „verlässlicher IT-Partner“ im regionalen Markt (nicht als „Notfall-Dienstleister“).
4. Routine (Maßnahmen + Taktung)
Website & SEO (Nachfrage):
  • Ziel: mehr qualifizierte Website-Anfragen.
  • Routine:
    • Q1: Alle Leistungsseiten überarbeiten (Nutzen, Ablauf, Vertrauen).
    • Ab Q1: 1 Fachbeitrag pro Woche („IT-Risiken / typische Fehler / Pflichten“).
    • Monatlich: Rankings & Anfragen prüfen, Inhalte nachschärfen.

LinkedIn (Vertrauen & Autorität):

  • Ziel: Entscheider regelmäßig erreichen.
  • Routine:
    • 2 Posts pro Woche (1 Problem-Analyse, 1 Praxisbeispiel).
    • 3–5 Kommentare pro Tag bei lokalen Entscheidern.

Google-Unternehmensprofil (lokale Sichtbarkeit):

  • Ziel: mehr Anrufe & Website-Klicks.
  • Routine:
    • 1 Update pro Woche.
    • Nach jedem Auftrag aktiv Bewertung anfragen.

Prinzip zum Merken:

Ein klares Ziel + eine feste Wochenroutine schlagen jede „kreative“ Aktion ohne System.

Prinzip zum Merken: Ein Kanal, der durchgezogen wird, ist wirksamer als fünf halbherzige.

8. Messung und Auswertung

Ohne Messung gibt es keine Strategie. Es bietet sich an, sich auf eine Handvoll Kennzahlen zu konzentrieren.

Welche Kennzahlen zeigen dir, ob du auf Kurs bist? Wie oft überprüfst du sie? Und welche Konsequenzen ziehst du, wenn etwas nicht funktioniert?

Strategie lebt von Feedback. Wer nicht misst, lernt nicht.

Erstelle dir deshalb eine Excel-Tabelle, die deine Zahlen festhält und dir zu jeder Zeit einen Überblick über den Fortschritt deines Marketings ermöglicht.

Strategie festhalten

Eine gute Strategie gehört nicht in den Kopf, sondern auf Papier. Klar formuliert, regelmäßig überprüft und konsequent umgesetzt. Nicht als starres Konstrukt, sondern als Leitfade für Entscheidungen, die du auch unter Druck treffen musst.